
Das Gebiet der Stadt Ozalj befindet sich im nordwestlichen Teil des Bezirkes Karlovac. Mit der Fläche von 179,4 Quadratkilometer und ungefähr 10 000 Einwohner, gelegt zwischen dem Mittellauf des Flusses Kupa und seinem rechten Nebenflusses Dobra, zeichnet es sich durch interessante geografische Verschiedenheiten aus. Die Südlehnen der Gebirge von Žumberak, die sanften Hügeln im Weingebiet von Vivodina und Vrhovac, das breite und fruchtbare Kupatal, der Berg Vodenica (537 m) und an Fisch reiche Kiesgrubenseen locken mit ihrer Schönheit zu dieser Gegend. Auf einem Kalkstein oberhalb der stillen, spiegeligen Kupa wurde die Alte Stadt - das Symbol von Ozalj und das Herz seiner historischen Entwicklung aufgerichtet. Innerhalb der Mauer wie auch in der Stadtumgebung selbst liegen prähistorische, altrömische und mittelalterliche archäologische Befunde vor. Die erste schriftliche Aufzeichnung über die Stadt stammt aber aus 1244. Als Inhaber wechseln sich die mächtigsten Adelsfamilien: Babonic, Frankopan, Zrinski. Als eine unoffizielle kroatische Hauptstadt erlebt Ozalj im 17. Jahrhundert seine glänzendste Zeit. Seine Residenz hat hier der Ban Petar Zrinski und über das Kulturleben "herrscht" der literarisch-linguistische Kreis von Ozalj. Mit der tragischen Hinrichtung vom Ban Petar Zrinski und Grafen Fran Krsto Frankopan anno 1671 wurde die Blüte der Burg gewaltsam unterbrochen. Im 18. Jahrhundert wird der Umbau der Burg von den neuen Besitzern (Perlas und Batthyani) unternommen, die der gotischen Burg heutige barocke Form geben.
Nach ihrem Wert gehört die Alte Stadt Ozalj zu Denkmälern der ersten Schutzkategorie. Dort ist eine reiche Sammlung des Heimmuseums aufgestellt. Von anderen Gebäuden zeichnen sich die barocke St.-Veitspfarrkirche (erwähnt schon 1349) und die "Steinpalast" von Munjara, des alten Wasserkraftwerkes aus 1908.
Als eine alte Siedlung werden nebst Ozalj auch Trg, einst planmäßig gebautes Mittelalterdorf , Vivodina, Schlösser in Jaškovo, Zorkovac, Grdun, Hrašæe, Vrhovac (Plepeliæ-Palast), Trešæerovac und Gornje Pokuplje er-wähnt. Eine wesentliche kulturelle und wirtschaftliche Rolle spielte in dieser Gegend auch der Paulinenkloster in Svetice. Nachdem Ozalj im Jahr 1996 den Status einer Stadt bekommen hat, bildet es sein Identität in Verbindung der historisch-kulturellen Erbe und den traditionellen Werten mit der bildhaften Schönheit der aufbewahrten Umgebung, mit der es alle seine Besucher willkommen heißt.